Werden- Dr. Faustus- Thomas Mann – Lesetagebuch – Die ersten 32 Likes sind Fakelikes

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„Es gibt im Grunde nur ein Problem in der Welt, und es hat den Namen: Wie bricht man durch?

Wie kommt man ins Freie?

Wie sprengt man die Puppe und wird zum Schmetterling?“

( Zitat : Adrian Leverkühn, Dr. Faustus- Thomas Mann)

Sonntag mit kleinen Kosaken, Meer und Begriffsklärung

Begriffsklärung zum letzten Beitrag

„Inzitament kommt vom lateinischen incitare, was soviel wie „anstacheln, antreiben“ bedeutet. Normalerweise sind damit philosophische Texte oder Phrasen gemeint, die helfen sollen, den eigenen Standpunkt neu zu revidieren, also zu überdenken. Eine Definition nach Hardenberg oder Lessing ist ungleich komplizierter.“

schrieb Michael Roland Riffel im Philosophieforum

Und sonst? : Mit Anna gefrühstückt und das Bewerbungsprozedere durchgegangen, später ein Besuch im Villenviertel Kiels, noch später am Meer.

Ein kleiner Kosake mit geschwungenem Säbel trat mir energisch in den Weg. Ohne Zweifel hatte er Abenteuer zu bestehen, seilte sich Abhänge hinab, der Karakatschan gesellte sich zu dem kleinen Helden. “ Wir kommen nie weit‘ sagte der Vater. Sie wollen einfach spielen.“

Auf dem Rückweg etwas über polyphone Vertonungen von Psalmen gehört und mich gefreut, dass Dank Dr. Faustus v. Thomas Mann einige Begriffe keine böhmischen Dörfer mehr für mich waren, ich konnte folgen.

Ich teile Informationen immer, einfach nur um sie zu teilen. Darüber sann ich nach und über verschiedenes anderes auch.

Ich fahre jetzt alle Strecken, egal wohin, das Fahren ist überhaupt kein Problem und ich frage mich noch immer, wie es möglich gewesen ist, mich so lange selbst zu blockieren.

Samstag mit No shopping und der Einrichtung einer Bleibe

Nach dem beschlossen war, dass ich aus dem Wohnwagen in die feste Bleibe des Hauses überwechseln sollte, bestand die Aufgabe darin, ohne Geld etwas Neues zu erschaffen.

Jedes Möbelstücke erzählt seine eigene Geschichte. Nach dem der alte Teppich rausgerissen und ein Terazzoboden zum Vorschein kam, brauchte es als erstes ein Bett und Gardinen.

Die Gardinen bekam ich von Jana geschenkt, diese hatte sie ihrerseits von ihrer Grossmutter geschenkt bekommen.

Ein Bett bekam ich on einer jungen Familie am Rande der Stadt.

Das nächste und wichtigste: der Lesesessel. Zwar verfügte ich über einen wunderschönen Sessel von Ikea, der zum sitzen aber leider völlig unbrauchbar ist

So wurde es dieser hier:

Nicht unbedingt modern oder schön, aber ungemein gemütlich. Ein junges Paar, dass Platz für ihr Fitnessrad brauchte, gab ihn ab. Im Fenster ein Plakat: leave no one behind.

Es gab noch ein paar Ableger von Pflanzen dazu.

Flankiert wird der Lesesessel nun von einem Drachenbaum:

Dieser musste einem kleinen Hundewelpen weichen, der am nächsten Tag in diesem schönen Haus am Meer einziehen sollte. “ Ich habe den Kampf verloren“, sagte die junge Frau bedauernd. Eine abenteuerliche Fahrt mit dem kleinen Grauen und offenem Dach durch das die Blätter des Drachen wehten..

Der Kronenleuchter, abgegeben von einer jungen Frau, die befürchtete das ihre Decke zu niedrig sei und sie sich den Kopf stoßen würde.

Hinzu kam noch dieses Eckregal:

Der betagten, aber vor Leben sprühenden etwa achtzigjährigen Dame war wegen Eigenbedarf gekündigt worden. Sie gab uns auch die Teppiche mit, die nun im Proberaum einer Jugendeinrichtung ein neues Leben erfahren.

Die Salzlampe bekam ich von Jana geschenkt, den Tisch von einer jungen Familie.

Das Projekt werde ich erst einmal so weiter führen. Das Langzeitziel: ein ausgebauter VW Bus mit dem ich dann losziehen werde, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Letztendlich beruht diese Zielvorstellung

Irgendwann einmal auf eine lange Reise aufzubrechen auf einem Gespräch mit dir Billa.

Du musst Reisen, sagtest du. So habe ich dich kennengelernt. Deutschland wird dir auf Dauer nicht genügen können

Bis dahin heißt es sparen.

Mittwoch mit Schleppfuss

Hätte ich meine Heimatstadt Halle an der Saale mit anderen Augen gesehen, wenn ich auf Dr. Faustus Wegen gewandelt wäre?

Im Traum im Auerbachs Keller gesessen,

Stimmengewirr, Krüge voller Bier. Einer am Tisch mit dunklen Augen und schwarzen Locken, erklärt etwas, was ihm wichtig erscheint, niemand versteht ihn. Die Konzentration ist nicht da, der Geist vom Rausch benebelt.

“ Meinen sie das kühne, disziplinierte Gehen des eigenen Weges?“ rufe ich über den Tisch. Der Lärm verschluckt die Worte fast.

Er sieht lange hinüber, nickt dann langsam, wie wiedererkennend.

Dr. Faustus: Schleppfuss taucht aus dem Nichts auf. In den Kommentaren steht, etwas von :das plötzliche Auf und später wieder Abtauchen, würde implizieren, dass Schleppfuss extra für Adrian Leverkühn geschickt wurde.

Ach ich liebe diese karmischen Gedankenspielereien, sie laden alles mit Sinn auf. Ohne Sinn geht es irgendwie schlecht .

Km