Dienstag mit Nachtrag zu Rostock Lütten Klein und RTL

Nein so war es natürlich nicht.

Im vorangegangenen Beitrag beschrieb ich eine Sequenz zur RTL Doku Hartz 4.

Gleich waren allein die Bauten, die Strassen und das Gefühl welches eine Stadt mit wenig Vergangenheit, vermittelt. Uns ging es gut, wir führen drei Mal im Jahr in den Urlaub, wir hatten genügend Geld.

Wenn etwas fehlte, so war es wohl Zeit.

Diese Hartz 4 Doku ( wie vermutlich die meisten Dokus dieser Art) vermittelt etwas äußerst Schales. Man lässt die Haut zu Markte tragen, Die Quote stimmt. Verblödungsfernsehen eben …

Ich habe das Leben in der Plattenbaustadt irgendwie gemocht und noch heute ist es so, dass mich zum Beispiel in Mettenhof Heimatgefühle heimsuchen.

Es lohnt sich im Schreiben genauer zu werden.

Dienstag mit Laufen

Betäubender der Duft von Mädesüss, Holunderblüten und Rosen. 6.45 Uhr:
Ich verlasse das Grundstück mit Trainingsklamotten.

Fitnessstudio 7.00 Uhr

Während ich um Ausdauer und Geschwindigkeit auf dem Laufband ringe, laufe ich durch die Straßen Rostocks Lütten Klein.

RTl zeigt eine Hartz4 Doku Soap.

Neue Impulse…..

So war das damals, denke ich. Als ich dem Leben im Block 799/5 Sport entgegensetzte. Ich war 11 als ich begann jeden Tag zu laufen. Wie die Protagonistin in “ Laufen“ war Laufen in erster Instanz Weglaufen.

Montag mit Müdigkeit

4.00 Uhr der erste Vogel singt. Noch müde von diesem fatalen Wochenende lese ich Camus.

Die Temperaturen sind gefallen, ich beheize den Wohnwagen.

Bedeckter Himmel, das Wildkaninchen springt erschrocken auf als ich zur Toilette hinüber
laufe.

Gestern: „Joker ‚gesehen.

Mein Gott. Man möchte fast fragen: warum hast du uns verlassen?“

Drück Mal Stopp: schau, wahrscheinlich Anspielung auf Camus die Pest. Wenn die Ratten kommen ist das Ende nicht weit.

Warte. Da, das könnte eine Anleihe bei Butoh sein, ein Tanz in Japan zu Hause.

Finsternis , Widerstand.

Am Ende: Nicht der Joker ist verrückt, sondern die Welt um ihn herum. Sensibilität und Wahnsinn.

Der Kippmoment bei dem aus Verzweiflung pure Freude an der Zerstörung wird.

Sonntag mit “ Kein Ponyhof in Happyland“

Zähne zusammen beißen.

Für irgendetwas müssen die Superheldenfilme gut sein. Los steh auf. Reiß dich zusammen

Manchmal ahnt man nicht, dass ein gespielten “ Nothing else matters“ eine Zäsur darstellt. Vermutlich ist es ein Abschluss einer zwei Jahrzehntelangen Phase. Julius spielt Cello. Die Sonne brennt. Noch ist alles gut.

Später sehe ich mit s the dark Knights rises

Vielleicht ist es am Ende doch der dritte Teil der mich am meisten fasziniert .

Soäter

Eine Party im Garten.

Es folgt eine Zäsur. Ein Schlag den ich nicht abfangen kann, weil er unvermutet kam.

Aufstehen, Jammerreflex unterdrücken, Ärger in Gewichte verlagern. Es ist Sonntag. Ich packe meine Sportsachen .

Täuschungen die sich als Täuschungen erweisen mögen zunächst schmerzhaft sein, der Wahrheit dienen sie trotzdem.

Kein Ponyhof in Happyland.

Donnerstag mit neuen Wegen

Bis Freitag soll ich mir eine Strecke überlegt haben, die für uns beide neu ist. Das letzte Mal sind wir fünf Stunden wandernd unterwegs gewesen. Mir fällt einfach nichts ein. In Kassel bin ich mit C. oft noch in den Nachtstunden zum Herkules hinaufgelaufen, schweigend, weil uns nach dem all dem Lernen nur nach gehen nicht aber nach reden zu Mute war.

Die Kieler Touren dienen dem Austausch. Hinterland der Eider wäre eine Idee.

Der Freitag wird mich einer Entscheidung einen Schritt näher bringen.

Die Strategie sich fremdbestimmend zu lassen, scheint nicht aufzugehen. Die Wartezeit ist zu lang.

Lese Chantal Mouffe und bin noch immer eingenommen.

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Dienstag mit Kopf oder Zahl

Inspiriert von Batman/the dark Knight…

Filmprojekt mit Julius. Eine Woche ein Film seiner Wahl. Betreibt Harvey Dent doppeltes Spiel oder ist er tatsächlich die Lichtgestalt. Doppeltes Spiel, sage ich, Lichtgestalt sagt er. Wikipedia gibt ihm fast Recht

Ich mache eine Entscheidung abhängig von der Entscheidung einer anderen. Das fühlt sich fast an wie Kopf oder Zahl zu spielen nur eben mit sich selbst.

Warteposition und kryptischer Blogeintrag.

Und sonst: wenig Schlaf, trotzdem wach, im Bulli zur Arbeit während Grönemeyer jammert : Gib mir mein Herz zurück.

Mein Gott denke ich, können die nicht einfach Mal aufhôren diese Jammermusik im Radio zu spielen.

Dienstag mit Bulli und Chantal Mouffe

Der Bulli wird erst Mal von mir gefahren, solange der kleine graue unvorhergesehen blockiert und stehen bleibt.

Mit Julius “ Batman“ gesehen. Wir arbeiten uns durch seine Filmwelt. Wider Erwarten fand ich diesen Film gut, richtig gut. Wir gelangten über die blaue Blume zu Novalis. Immer wieder Stopptaste, reden.

Interstellar war bisher der einzige Film mit dem ich es eher schwer hatte. Gut gemacht,aber nicht mein Genre. Julius wie’s mich auf die Musik hin. Aber ich hör immer nur zwei Akkorde“ sagte ich . Hier unterbrach Julius einige Male: hörst du die Bässe im Hintergrund? Hörst du das es einen Sekundentakt hat?

Auch Karla und ich haben ein Abkommen. Sie liest Caroline Fourest: Generation beleidigt, ich lese ihr Buch : Exit racism mit anschliessender Diskussion.

Nachts Chantal Bouffe entdeckt und die Schlaflosigkeit für Bildungszwecken genutzt.

Super spannend, ich sollte mir weniger interessante Literatur in der Nacht zu Gemüte führen.