Likes aus dem Nichts?

Irritation. Als ich meinen letzten Beitrag “ Thats me“ weit nach Mitternacht ins Netz setze waren innerhalb von Sekunden 65 Likes da. Auch dem gestrigen Like wurde in Sekundenschnelle 30 Likes gegeben. Ich befürchte da ist irgendeine WordPress-Einstellung nicht richtig.

Also wer sein Like an unlauterer Stelle findet darf es gern wieder entfernen.

Dienstag mit “ Darwin schlägt Kant“

Lese Urbaniok.

Lese Urbaniok, in der Küche.

In der Küche lese ich, um den Karakatschan im Auge zu behalten
Auf seinem Hochstand im Garten trotzt er Wind, Regen und Kälte.

Das Schützenmüssen bei Nacht scheint ihm in die Gene geschrieben.

Es ist Nacht. Es ist sein Job. Er kann nicht anders. Ab und an jault er einer am Tor entlang schlendernden jungen Hundedame hinterher. Das Fortpflanzungsprogramm läuft immer standby. Böen werfen sich gegen Wände.

Lese in der Küche bei Funzellicht, nebenan erarbeitet Karla am Telefon englische Lektüre.

Lese auch Adorno: Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.

Hab mich eingeschrieben im Sommersemester . Endlich.

Freitag mit Bekassine und Reiseplänen

Am Wegrand war ich zu Keks gegangen. Sie hatte sich schnüffelnd auf etwas fokussiert was mir entgangen war. Braunschwarze Federn. Ich hob sie auf, bis zu ich zu dem Vogel gelangte.

Ein großer Vogel mit ungewöhnlich langem Schnabel. Später stellte er sich als (mutmaßlich) Waldschnepfe heraus. Leider tot. Die Krähen warteten bereits in den Bäumen.

Und sonst: Plane eine Reise im Sommer, wenn Corona es denn zuletzt. Bukarest, Budapest, Prag.

Ich:

„Ich trainiere in unfertigen Hallen.“

„Das Beste was du in Übergangszeiten machen kannst, ist ausharren und lernen.“

(Aus: „Nicht sterben“ von Terezia Mora)

Aber: Ich werde nicht noch weitere sieben Jahre die Herde hüten, thats for sure. Steiniger Weg hin oder her

„Ich bin gerade erst losgegangen“

„Ich weiß nicht“, sagt mein Fahrlehrer, „aber am besten fährst du, wenn du völlig übermüdet bist. Immer wenn du sagst, du hast nur drei Stunden geschlafen, läuft es wirklich gut. Im ausgeschlafenen Zustand ist dein Energieniveau zu hoch.“

Ach U. , wie lange ist das jetzt her? Acht Jahre? Nach jeder Fahrstunde brauchtest du eine Packung Kinderschokolade, zur Selbstbelohnung überlebt zu haben.

Ein Jahr etwa: dann hielt ich den Schlüssel in der Hand, um einen Teil meines Lebens wieder zur Entfaltung zu bringen. Du musst unglaublich zugenommen haben in dieser Zeit.

Ich löse die Handbremse.

Bukarest, Budapest, Prag,

„Ich bin gerade erst losgegangen.“ (Satz von Tereza Mora: nicht sterben)

Freitag mit roten Strumpfhosen in Nordkorea

Fahnenappell. Graue Uniformen,graue Gesichter, trostlose Kühle. Nur Kim strahlt.

Ich trage dicke wollene rote Strumpfhosen, solche die ich als Kind gehasst habe, und falle schon allein deshalb auf. Mein Nachbar warnt mich mit Blicken und stößt mich am Ellbogen an. „Nicht aus der Reihe tanzen.“ Die Strumpfhosen leuchten im Einheitsgrau. Keine Chance nicht aufzufallen.

Letzter Morgen im Försterhaus. Ich grüsse die neunzig Jahre alten Dackel bevor ich Kaminholz hole. Heute kein Feuer entscheide ich dann, sonst fällt der Abschied zu schwer.

Die Kohlmeise holt sich die gelbe Wolle.

Meine Woche mit den Kindern beginnt. Ich richte mich in Karlas ehemaligen Zimmer ein. Es ist winzig. Wo reduziere ich?

Bin froh nach dieser arbeitsreichen und schönen Woche ins Wochenende zu starten.

Donnerstag mit Moritz und Wolf

Fast ist diese Woche geschafft
Ich bin jeden Morgen gegen 6.00 Uhr in eisiger Kälte aufgewacht, habe völlig übermüdet Feuerholz geholt, den Kamin entzündet. Erst dann gab es den Kaffee. Anderes Haus andere Rituale

Im Garten finde ich zwei Grabsteine, Beide beziffern ein Datum in den dreissigern. Moritz würde nur 6 Jahre alt, bei Wolf lässt es sich nicht mehr entziffern.

Eine Zeit stehe ich fragend davor.

‚ Die Dackel vom Förster damals“, sagt M.

Die Geschichte dieses Hauses wüsste ich gern.

Ich muss nun Sachen packen.

Mittwoch mit inaktiven Mandelkern

Geschlafen. Alles steht und fällt mit dieser Statusmeldung.

Wir haben eine Wohnsitzlösung gefunden. Danke an die die geholfen haben. Und danke als Wort ist hier wenig aussagekräftig für das was ich empfinde, ohne die Möglichkeit zeitweise außerhalb des Hauses zu wohnen, würde alles wohl sehr viel schwieriger sein.

Der Mandelkern im Gehirn scheint auf stumm geschaltet zu sein. Ein Gefühl von Kraft und Kälte, seltsam

Ein Rotkehlchen badet in der Vogeltränke. Ich nehme mir vor dem Rotkehlchen im ehemaligen zu Hause auch eine Tränke zu bauen.

Was mir zu Gute kommt: dass mein Herz nicht an materiellen Geschichten hängt. Zum Glück war und ist das weitgehend unbedeutend für mich. Selbst Bücher haben ihren Reiz verloren. Überlege entweder Auto oder E-Bike abzuschaffen.