Donnerstag sehnsuchtslos am Meer

Wozu?

Ich löste mich aus der Menge der Wartenden. Auch ich hatte den Booten sehnsüchtig hinterhergeschaut. Eines Tages würde auch ich es der Welt zeigen.

Und dem erhabenen Gedanken folgte ein lapidares : Wozu?

Wozu in ein überfülltes Boot steigen wollen, wenn der Sinn doch allein im rudern bestand?

Mein Dazutun würde in diesem Falle die Welt nicht reicher machen.

Ich wandte mich ab. Konkurrenz, sich belauern, gerufen werden. Begriffe die in mir nur diese eine Frage auslösten?

Wozu?

Es ist Schnee gefallen.

Mittwoch mit Herrndorf

Herrndorf schreibt , Kinder ziehen ihm den Stecker.

Sonne und Wind auch.

Herrndorf lesen zum 10. Mal oder so.

Eine Kursänderung danach: Schwerpunkt auf die Recherche, anschließend Ulysses.

Sonnenstrahlen Das Zimmer lichtdurchflutet. Freue mich auf die Arbeit. Jeden Tag.

In der Intensität ist das bemerkenswert.

Zeit unter Brennglas.

Eine Amsel. Sie trug etwas im Schnabel, dass ihren Kopf fast gänzlich verdeckte.

Ein Blatt vom vergangenen Herbst. Spinnwebenfeine Adern von hauchdünner Materie bedeckt durch die das Licht schien.

Die Amsel schien mir ihren Fund stolz zu zeigen. Sie schaute mit skeptischen Blick hinter der Gaze hervor.

Schau was ich gefunden habe…

Ich bedauerte keine Kamera zur Hand zu haben.

Halle- Neustädter Notizen

Lesetagebuch- Pasternack, Peer:

“ Es handelt sich um einen der lebendigsten Teile des Bauhaus- Erbes, da dort Menschen ihr Leben leben.

Zugleich aber konzentrieren sich in Halle- Neustadt soziale, kulturelle und politische Probleme.

Aufgeben lässt sich der Stadtteil weder als Baubestand noch als Sozialraum.“

“ Doch war Halle- Neustadt in der DDR das größte Projekt der Errichtung einer eigenständigen Stadt gewesen.“

Terezia Mora “ Nicht sterben“

“ Es gibt keinen einzigen Märchenhelden, der nicht handelte. Man muss losgehen, haben wir gelernt, weil man nicht alles an einer Stelle finden kann.

Ja es werden uns Bestien( Untierr, Drachen, Zauberer, Bösewichte usw. begegnen, und unsere Aufgabe wird sein, sie zu besiegen.

…All das müssen wir bewerkstelligen, um nicht zu sterben, bevor wir das Elixier in unseren Besitz gebracht haben: das, was wir brauchen, um unser Leben zur Entfaltung bringen zu können. Es nicht “ in Elend “ zu leben. Die Märchen haben uns gelehrt, dass jede Situation einen Schlüssel hat. , Den man finden und anwenden muss.

Ein Märchenheld, der nicht losgeht, seine Waffe nicht findet, sie nicht anzuwenden lernt, am Scheideweg sich nicht entscheiden kann oder sich falsch entscheidet, der nicht seine Angst besiegt und angesichts der zahlreichen Schwierigkeiten nicht durchhält: stirbt bzw. Weil es keine Nichthandel den und keine töten Märchenhelden gibt, entsteht er erst gar nicht.“

Terezia Mora “ Nicht sterben“