Was ich sah-Kiel an einem Sonntag in den Sommerferien

Ich sah menschenleere Straßen und kreischende Möwen.

Ich sah einen sehr runden Mann durch die Fensterscheibe bei einem Schnellrestaurant. Er starrte auf sein leeres Tablett. Erst später stellte sich heraus, dass er sein Handy am Rand des Tabletts positioniert hatte.

Ich sah einen jungen Obdachlosen der auf einen Alten einredete, weißbärtig und ebenfalls unbehaust. Sie saßen überdacht und der Weißbärtige rauchte, drehte den Kopf weg und schwieg. Der Junge sprach russisch, schnell und energiegeladen. Er trug sein Haar halblang. Ich sah einen Familienvater, ein Hüne, der am kleinen Kiel mit einer ebenfalls hünenhaften Möwe diskutierte. Es ging um Müll.

Ich sah einen netten Kartenverkäufer im Kino, der mich das Tickett umtauschen ließ, okals ich mich doch ür den Binoche Film entschied.

4 Gedanken zu “Was ich sah-Kiel an einem Sonntag in den Sommerferien

  1. Ein sehr kurzer Text über Kiel. Aber was soll einem zu Kiel auch mehr einfallen. Noch dazu an einem Sonntag in den Sommerferien 😉
    (Ich habe ein bis zwei Vorurteile, Kiel betreffend. Fiel gar nicht auf, oder? 😉)