Sonntag

Karla abgeholt. “ Niemand hat mir je gesagt, dass Schuhe mit Absatz so eine Tortur sind“, sagt sie.

Wir gehen durch die Stadt. Der Karakatschan ist reizüberflutet. Am Bootshafen wird Salsa getanzt. “ Wie aus einem anderen Leben. „Kann ich lieber den kleinen Hund nehmen?“ „

Kühler Wind, sommerliche Leichtigkeit.

“ Ich hab dir einfach eine Theaterkarte für Dienstag mitbestellt. War das okay?“

“ Hinter den Wölfen“

Karla nickt erfreut.

In der Nacht lese ich Espedal. Er hält mich gefangen.

Sprachkraft, Einfachheit, Klarheit. Gnadenlos klar.

5 thoughts on “Sonntag

    1. Während mir Knausgard oft zu nah gewesen war mit seinem bis ins Detail gehende biografische Schreiben, ist es mit Espedal anders. Er bleibt auf Distanz obwohl oder gerade weil er so pur ist. Entschlackte Sprache schrieb jemand, das ist auch das was ich an Mora, Klüssendorf, Hamsun so liebe. Auch wenn es bis ins gewisse geht bleibt eine Distanz . Da wo nach meinem Empfinden Knausgard im persönlichen bleibt hebt Espedal es ins allgemeingültige ins Künstlerische. Dadurch wird alles sagbar

      1. „Dadurch wird alles sagbar“ ist sehr interessant. Ich schätze eine Sprache, die mich nicht mit den Emotionen des Autors/der Autorin überschwemmt, die mir Luft lässt eigene Emotionen zu dem Beschriebenen zu finden.