Montag mit Kiel und Proust lesen–die Gefangene

Die Frage was im Herbst zu wählen ist bleibt unbeantwortet. Ich fühle mich von keiner Partei vertreten.

Neoliberalmismus, Klimawandel, Fragen über Fragen und kaum Antworten die Antworten wären.

Lese erstmalig wieder Zeitung. Mein Gott was für ein verheerendes Hochwasser.

Gelernt: Karla betreibt Austeritätspolitik.

Proust : Marcel macht sich über eine vergangene Verliebtheit Gedanken und reflektiert: hätte er nur schneller der Verliebtheit die Stromzufuhr entzogen, im Sinne von daran Denken, wäre es viel schneller vorbei gewesen.

Bei Albertine scheint ihm das nicht zu gelingen. Vielleicht weil es keine Verliebtheit ist, sondern reines besitzen wollen. Hat Marcel eigentlich einen Freundeskreis? Einen guten Freund? Ich verstehe diese Albertinegeschichte nicht. Sie machen sich das Leben gegenseitig zur Hölle.

7 thoughts on “Montag mit Kiel und Proust lesen–die Gefangene

  1. darauf kann man mit hölderlin antworten: „Trennen wollten wir uns? wähnten es gut und klug? / Da wirs taten, warum schröckte, wie Mord, die Tat?“ das sind ‚einfach‘ ambivalenzen, ungeklärte wünsche, projektionen. albertine braucht jemand, der sie versorgt, ist sie doch recht mitellos und hat ansprüche. marcel hat es satt, immer nur in die gegend rumzulieben und keinen wiederhall zu bekommen. da finden sich zwei zu einer zweckgemeinschaft, tun aber so, als sei es die große liebe.

    1. Ja das sie eine Fiktion ist davon bin ich ausgegangen, aber ich meinte auch eher den Protagonisten. Ich gehe bisher davon aus, dass Marcel viele Anteile Proust in sich trägt, aber nicht ein und dieselbe Person ist.