Samstag mit Abschied von Dresden und Proust lesen- Die Gefangene

Wir tilgen unsere Spuren.

Wir verlassen deine Wohnung die uns für eine Woche so ein wunderbarer Hafen in Dresden- Neustadt war. Um uns herum tobte das Nachtleben, hier aber im Hinterhof war es ruhig. Nichts davon drang zu uns herüber. Nur die Fledermäuse sendeten ihre hohen Töne in den Nachthimmel.

Echolot, ich hätte das gern als Fähigkeit für diese neu zu gehenden Wege im Alltag.

Wir haben die Reise lesend am Elbufer und im Park ausklingen lassen. In der Kulturscheune gönnten wir uns ein Abendessen, während eine Band die ungarischen Tänze von Brahms spielte. Diesen warmen Sommerwind werde ich vermissen, der die brütende Hitze erträglich machte.

Ein intensiver Urlaub in denen Karla und ich kaum Kontakt zu anderen Menschen hatten. Es hätte schief gehen können in dieser Symbiose, aber das Gegenteil war der Fall. So viele Fragen die ich ihr nicht beantworten konnte.

So viele Gespräche.

Nun fahren wir zurück in unseren windumwehten Vorort, der uns so las ich es in den Nachrichten, mit Sturmböen empfangen wird.

Es ist okay jetzt zurückzukehren. Der Alltag wird seine eigene Struktur finden.

Ich freue mich sehr auf Anna und Julius. Wie habe ich die Beiden vermisst.

Proust: schreibt über Schlafprobleme Bergottes und dass Medizin in den meisten Fällen die Sache verschlimmert.