Bild meines vor zwei Jahren verstorbenen Vaters

Links im Bild. Das Bild ist ein Screenshot von einer Dokumentation im Mdr. Es ging um 1989 und die Besetzung der Stasizentralen.

Hier sieht man meinen Vater, der sich als Bürgerrechtler ausgibt und mit anderen zusammen fordert, das der Zerstörung der Stasiakten Einhalt geboten wird. ( Ich finde die Doku nicht mehr wieder, aber irgendwo existiert sie im Netz)

Später fand ich seinen Namen auf den von der Bildzeitung veröffentlichten IM Listen

Meine Kinder sagen: er sähe aus wie “ el profesor“ von Haus des Geldes.

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7 Gedanken zu “Bild meines vor zwei Jahren verstorbenen Vaters

    • Es gehtir auch nicht um das Beurteilen. Ich will einfach nicht r wissen was wirklich war. Wer will schon sicher sein wie er selbst unter solchen Umständen gehandelt hätte. Ich entschuldige es nicht aber ich maße mir such keine Bewertungen mehr an. Jedenfalls versuche ich es so zu denken und zu fühlen

      • Ja, das sehe ich auch so. Niemand kann von sich selbst sagen „niemals würde ich ……“ Und wenn es um Menschen geht, die man selbst von ganz anderer Seite erlebt hat, oder gar um geliebte Menschen, dann ist ein Verurteilen eine Überforderung

      • Stimme dir zu. Man ist einfach zu dicht dran, hinzu kommt das eigene Betroffensein was hinsichtlich der mangelnden Distanz eine gewisse eigene Verdummung bedingt. So erlebe ich es wenn ich Nahschuss sehe oder durch Gedenkstätten gehe. Die eigene Emotionalität verhindert geradezu klares Denken und Bewerten. Vielleicht geht das später mal mit mehr Distanz. Jetzt ist da nur verwickelt sein

  1. Wer er war? Dein Vater. Und damit ein sehr wichtiger, prägender Mensch in deinem Leben. Ich finde es gut, dass du dich mit ihm beschäftigst, denn er zeigt dir etwas, mit dem du dich auseinandersetzen musst. Es geht nicht ums Verurteilen – das ist Kinderkram, das tut man, wenn man dem Vater, dem Held der Kindheit, eigentlich sehr gern gleichen möchte. Da kann man es dann nicht ertragen, dass er dieser Held nicht war. Als Erwachsene willst du ihm nicht mehr gleichen, du kannst auf ihn schauen wie auf eine für dich sehr wichtige Person, die dir etwas FÜR DICH WICHTIGES erzählt.
    (Meine eigene Vatergeschichte wurde zum Angelpunkt für sehr viel Selbstreflexion).