Madame Dekabrista- Selbstbemitleidungspost ( Achtung)

„Im Blog wirst du Madame Dekabrista geheißen. Gab da mal so ne coole Bloggerin.“

Madame Dekabrista schnurrt in meinem Nacken. Ich nehme das als Einverständnis und vielleicht auch als Versuch, meinen seit Tagen anhaltenden Brachialkopfschmerz und die Schwere wegzuschnurren.

“ Wenn ich dich nur um eins bitten dürfte….

Keine morgendlichen Spaziergänge um fünf Uhr in der Früh über meinem Rücken.“

Der Himmel hat aufgeklart. Die blöden Wildgänse rufen.

Ich verpuppe mich, einwintern. Möglich machen was möglich sein muss: Gehen können ohne gehen zu müssen. Entscheidungen aus innerer Autarkie. Die Dinge fließen lassen. Es gibt für mich nichts was mehr Bedeutung hätte: Freiheit aus Verantwortung. Beides in Einklang bringen ohne auf Gewohnheiten zurückzugreifen. Das Neue täglich erschaffen.

Die Trennungskrise in den vergangenen sechs Monaten hat mich, hat uns alle viel Kraft gekostet. Ich halte inne um aufzutanken, neu zu justieren, nicht auszubluten innerhalb der für mich fast unerträglich fest gesteckten Grenzen. Die Bahncard 100 hatte Freiheit versprochen. Es war zu früh, wir bekamen die Absprachen nicht hin. Den Schnitt ins eigene Fleisch beim Verpacken und Zurücksenden der 5 g Freiheit , spüren als wäre der Schmerz körperlich real.

Ja, für alle hier ist das eine Prüfung.

Madame Dekabrista schnurrt.

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