Donnerstag mit Zimmer

Es zwingt zu bleiben.

Isolation.

Auf Zuruf wird Cappucino gestellt oder Colorado Haribo vor die Tür gelegt.

Paradisisch. Vollkommener Service.

Klavierspiel, Küchengeklapper.Nichts geht mich etwas an. Es erfordert kein Tun.

Winziges Zimmer. Gehen unmöglich.

Geht es dir gut?

Alles gut!

Soeben Ayn Rand’s Atlas shrugged beendet. Merkwürdig wie ein Buch so abfallen kann.

Mit „Der falsche Deutsche“ von Podhostnik begonnen. Mag es .

Vertraute Materie: sozialistische Fastfood Ketten, Adorno, ( zumindest die Minima moralia hab ich gelesen)

Kenne Adorno ebenso gut wie Schubert- -kaum.

Cuba – Erzählungen. C. 70 mit ihrer Cubssehnsucht, Che Guevara an der Wand, Sehnsuchtserzählungen, Philosophie studiert, dann das ganze Leben(ausser in Cuba) in den Bunawerken gearbeitet.

Asoziatives Denken. Analyse liegt mir nicht.

Kannst dich frei testen ruft Anna durch die Tür . Montag!

Karla spielt Chopin

9 Gedanken zu “Donnerstag mit Zimmer

  1. Ich werde immer wieder empfehlen, von Adorno die Vorlesung zur Moralphilosophie zu lesen, und sich an seinem nicht vorhandenen Begriff der Arbeit abzuarbeiten. Rand mit Adorno quer lesen und Arendt, ach wie schön … ich bin inspiriert!

      • Ja. Genau. Die Vorlesungen sind ein guter Einstieg, überhaupt ein interessantes Leseunterfangen. „Minima Moralia“ wirkt eher wie einige Eisbergspitzen, die aus diesem Gedankenozean emporragen. Das, was ich am wenigsten von Adorno mag, sind diese platten Aburteilungen – aber der Gedankengang hat mich stets begeistert und zwar im wahrsten Sinne des Wortes 🙂

      • Ich habe versucht Adorno nach der Minima moralia weiter zu lesen. Es war zu hoch für mich. Jemand empfahl mir die ganze Philosophie einmal von der Pike auf im Schnelldurchgang mir anzueignen. Bis zu den Vorsokratikern bin ich gekommen:) naja und Kierkegaard den habe ich sehr gern telesen

      • Ich halte von einem Gesamtabwasch gar nichts. Bis zu den Vorsokratikern bin ich nie gekommen 😀 … Platon kann ich nicht lesen, ohne einzuschlafen, und Aristoteles lässt mich andauernd nur den Kopf schütteln, dann lieber Lukrez. Kierkegaard habe ich sehr viel gelesen. Am Ende kommt es doch auf die Fragestellung an, die man hat, wo es einen hinzieht. Ayn Rands Philosophie beispielsweise steckt tief in einem sehr altmodischen Sprachbegriff (Stichwort Nominalismusstreit). Sie ist Aristotelikerin. Ihre drei großen A, Ayn Rand, Thomas von Aquin, und sie selbst. Der Begriffsarchitektur Aristoteles hinterher zu spüren, ist ein eigenes Kapitel. Sie interessiert sich gar nicht für das, was mich brennend interessiert, wie überhaupt soziale Systeme ablaufen, wie sich Gesellschaft bildet, was das überhaupt ist, eine Gesellschaft, deshalb bevorzugt sie auch mittelalterliche oder altgriechische Philosophen, die in einer eher dörflichen Situation lebten (also eher familiäre Systeme, die nicht sozial differenziert sein können) … Unterkomplexität erlaubt aber Intensität, und die lese ich gerade gerne. Viele Grüße aus dem Atlas Shrugged Dschungel.

    • Nicht zu diesem Beitrag…
      Erst hatte ich überlegt dich nach deiner E-Mail zu fragen, aber man kann es ebenso gut hier kommunizieren.
      Es geht um meine Übung- der Vater Texte. Ich sehe wohin du deine Likes setzt und wohin nicht, und deine Meinung und auch die Meinung der anderen Leser ist mir wichtig. Den Text werde ich irgendwann Mal vorstellen in dem Kurs den ich gerade besuche und ich werde die Meinungen aushalten müssen. Da wo es persönlich wird fehlt dein Like. Warum? Zu kitschig ? Zu persönlich.
      Es gab den Hinweis, dass ein Text unabhängig von einem selbst existiert. Das heißt die Intention die ich hineinlege, kommt nicht zwangsläufig beim Leser an. Man solle den Text seinen eigenen Text als Fremder/ Fremde lesen. Das gelingt mir nicht. Deshalb verblogge ich ihn hier. Um erste Eindrücke zu sammeln. Die Geschichte muss raus auch wenn sie dann nur für mich in einem Tagebuch existiert. Aber ich will sie in eine Form bringen, sie aus mir heraussetzen.

      • Ich mag diese Stoffsammlung sehr. Die Rohmasse selbst ergibt schon sehr viel Sinn und ist stets im Fluss. Über Literatur kann man sehr geteilter Meinung sein. Was anderen an Ausdruck überzeugt, lenkt die anderen ab, oder man lässt sich erst gar nicht darauf ein. Den eigenen Text als Fremder/Fremde kann ja gar nicht gelingen, man liest ihn eher mit dem Blick eines Verlaglektors etc … ich sehe gar keine Notwendigkeit auf andere zu hören. Dein Stil ist stark, dein Wortwahl präzise, der Rhythmus klar und deutlich.

        Zu meinen Likes. Ich wusste nicht, dass es da ein Muster gibt. Ich würde meinen, es gibt keines. Wo ich kein Like setze, bin ich nicht sicher, was ich dazu denke, wie ich es einordne, wo der Zusammenhang für mich ist. Es kommen immer viele Dinge zusammen. „Zu kitschig“, „zu persönlich“ gibt es bei mir eigentlich nicht ich. Das Schreiben glänzt ja dort, wo es sich traut, an die eigenen Geheimnisse zu rühren, wo es für sich selbst blind wird, sich vertraut und in die Tiefe/Höhe/Weite steigt, um Ausdruck zu finden. Ich denke, bei allem, was ich lese, dass dir das mit Sicherheit und Leichtigkeit gelingen wird. (Emails kannst du mir direkt über mein Kontaktformular schicken, dann kann ich darüber antworten). Viele Grüße.