Langlebigkeit ist vorwiegend (wenn auch nicht ausschließlich das Vorrecht einer literarischen Schule, die heute fast ausgestorben ist : der Romantik….

Sie befasst sich nicht mit den zufälligen Trivialitäten des Alltags, sondern mit den zeitlosen, fundamentalen, universalen Problemen und Werten des menschlichen Daseins. Sie beichtet nicht und fotografiert nicht; sie ist kreativ und visionär. Mit den Worten des Aristoteles: Sie befasst sich nicht mit den Dingen,wie sie sind, sondern mit den Dingen, wie sie sein könnten und sein sollten.“

Vorwort Ayn Rand “ Der Ursprung“

Kurz reingeblättert und gleich hängen geblieben. Würde mich über Kommentare freuen.

7 Gedanken zu “

  1. Aber meint sie nicht damit, das das Idealistische besonders in der Romantik zu Hause ist. Ich bin da überhaupt nicht sattelfest. Ayn Rand fasziniert mich, obwohl ich es eigentlich nicht will und ich schätze das liegt daran, dass in meiner Kindheit der neue Mensch omnipräsent gewesen ist, nur ganz anders von der Ausrichtung .

  2. Ayn Rand kenne ich nicht, aber was ich hier lese, ist ziemlich allgemein gehalten. Die Romantik war auch keine Schule, sondern eher ein Epochenphänomen, ein Aufstand gegen den Rationalismus der Aufklärung. Mehr Gefühl, weniger Vernunft. Aristoteles ist eher das Gegenteil.

  3. Ayn Rand kann man in Sachen Philosophie und Geistesgeschichte genauso wenig trauen wie Bertrand Russell in „Philosophie des Abendlandes“. Beide sind Rationalisten, die nicht einmal den Hauch von Poesie einer romantischen, verklärten, quasi-spirituellen Sichtweise verstehen wollen (mit Betonung auf Wollen – sie lehnen es einfach ab). Ayn Rand ist Vertreterin des Utilitarismus und des Pragmatismus. Ihre Vision leitet sich direkt von Jeremy Bentham ab – dass sie sich immer auf Aristoteles bezieht, ist fast komisch. Seine Konzeption des zoon politikon hat nun wirklich gar nichts mit dem zu tun, was Rand vertritt. In Sachen Romantik stimme ich dem Gesagten komplett zu.

    • Danke.
      Ich hab kurz bei Bentheim reingelesen. (ich bin wirklich völlig unbelesen was Philosophie anbetrifft). Zumindest sein Freiheitsbegriff unterscheidet sich doch von Ayn Rand oder habe ich das falsch verstanden?

      • Ayn Rand verachtet jedwede Form von Gewaltanwendung. Sie ist ultraliberal, aber innerhalb der Gesellschaft sieht sie eine Regierung vor, die jeden Bürger vor anderen, Bürgern wie Nichtbürgern, schützt, als Polizei. Die Sicherheit ist also vor Gewalt, wie bei Bentham, aber nicht gegen Profit und Ausbeutung gerichtet. Ich bin kein Spezialist für Bentham, aber ich denke, dass sie exakt seiner Philosophie entspricht, die Naivität wie die Radikalität eingerechnet, die einen Staat möchte, der nicht in den Wirtschaftsprozess eingreift, aber die Bürger untereinander schützt. Auch beachtet sie nicht, dass typischerweise Konzerne Antikartell-Rechte durchsetzen etc .. sehr schwierig, aber philosophisch würde ich Ayn Rand als pragmatische Utilitaristin bezeichnen.