Sonntag mit Gedanken zum Muttertag

Karla war drei Monate alt, als ich wieder mit arbeiten begann. Es gab keine andere Möglichkeit um die Miete finanzieren zu können.

Vertauschte Rollen , so sagten manche. Mir blutete das Herz an jedem einzelnen Morgen. Auch wenn ich meine Arbeit liebte, hätte ich alles darum gegeben mehr Zeit zu haben.

Ich habe die Vaterrolle inne, das denke ich oft und das es gerechtere Lösungen geben müsste für alle Beteiligten.

16 Gedanken zu “Sonntag mit Gedanken zum Muttertag

      • Diffusion wegen der permanenten Ablenkung von dem, was uns glücklich macht, Illusion, wegen all der Hoffnung, dass das, was wir sehen, nicht das ist, was ist, und es sich doch im Nachhinein als das herausstellt, was wir befürchtet haben. Ich meinte, dass man gerechtere Lösung dann findet, wenn man miteinander spricht und sich dann auch daran hält, und nicht einfach nur hofft.

      • Auf die Frage gibt es wohlmöglich mehr Antworten als Lebewesen drauf – das Hochlandrind hat sicherlich eine ganz dezidierte Meinung über Salicaceae und die Magnoliopsida. Andere lesen Bräunig oder schreiben darüber, wiederum andere spiegeln und mimen sich gegenseitig etc … keine Ahnung, und dann wechselt das vielleicht ja auch noch im Laufe der Zeit.

      • Die Zeit ist zu schnell und der Mensch ausschließlich ( nahezu) als Konsument wichtig. Das halte ich für ein grosses Problem. Man müsste es möglich machen sich dem Ganzen zu entziehen, Hütte am Meer mit Weide für Hochlandrind, bitte kein Handy .

      • Nein leider ist es hier mit sprechen nicht getan. Aber das würde hier zu weit führen. Es müsste einfach Geld investiert werden für die Möglichkeit in den ersten drei Jahren zu Hause zu bleiben oder aber die Kinderbetreuung so zu stabilisieren dass es gut gehen kann. Würde für mich damit beginnen, dass man die Gehälter der Erzieher*innen anhebt, mehr Wertschätzung in diesen Beruf geht, Coronaeinmalzahlungen und und und. Ich kann mich da wirklich in Rage schreiben weil dieses System einfach nicht stimmig ist

      • Ja, das stimmt hundertprozentig. Dieses System ist nicht stimmig. Aber das Nicht-Stimmige fängt überall zugleich an, auch bei den Partnern, die ihre Versprechen nicht halten und die Partnerinnen dann in Stich lassen, sich eben nicht um die Kinder mit kümmern, ihre Karriere eben nicht zurückstellen … etc … es fängt aber auch mit den Löhnen an. Ich stimme zu. Ein trauriges Thema.

      • Bei uns war Kaierre nie Thema. Immer nur überleben…..irgendwie. Höchstsätze im Kindergarten trotz fast prekären Auskommen. Unseren Kindern predige ich Mantra-artig, achtet darauf dass der Beruf nicht nur Freude macht sondern euch Leben ermöglicht.

      • Wir haben uns die Kinderbetreuung immer geteilt, was hieß ich fuhr nach durchwachter Nacht gegen 7.00 Uhr zur Arbeit kam 15.00 Uhr zurück um Nachmittag und Abend mit den Kindern zu verbringen . Gegen 22 bis 23 Uhr übernahm der Vater der Kinder die Kinder.
        Wochenende und Feiertage waren mein Part. Da blieb weder Zeit für Gemeinsamkeit noch für Pausen. Das Gehalt reichte nie. Jedes Kleidungsstück war ein Problem. Prekär eben.
        Verabredungen waren nicht das Problem , sondern zum einen dass Kunst in diesem System keinen Platz hat bzw. Nichts wert ist. und Kinderbetreuung Förderung eben auch nicht. Doppelung von prekären Einkommen mit mehr als einem Kind ist keine gute Idee..

      • Und in der Kinderbetreuung sieht es nur wenig anders aus. Es wird kein Gewinn erwirtschaftet also ist es nichts wert

      • Das stimmt. Ich kenne aber mindestens drei Pärchen, die aus Skandinavien wieder zurück nach Deutschland gegangen sind, trotz Jobs, trotz Kindergartenplätzen. Es wäre nützlich, Erfahrungen von Auswanderern und Einwanderern genauer kennenzulernen. Ich weiß nicht genau, wie das bei denen funktioniert, und auf welcher Basis. Wie in allen post-industrialisierten Ländern wird Geistesarbeit viel viel besser bezahlt als Arbeit mit Hand und Fuß, Kind und Kegel. Man vergleiche nur das Gehalt von SAP-ProgrammiererInnen mit eben dem von ErzieherInnen.

      • Ich habe 7 Jahre für meine Ausbildung gebraucht und verdiene im Vergleich zu anderen in meiner Berufssparte ein Gehalt was wirklich okay ist. Nur mit drei Kindern und freiberuflichen Dasein auf der anderen Seite ging das nicht auf

      • Das ganze Vergütungssystem ist absolut ungerecht und geht meist auf Kosten der Frauen. Da stimme ich dir voll und ganz zu. Da hat sich irgendwie noch nicht viel getan. Leider.