Freitag mit: ich träumte zurück gewesen zu sein

Ich träumte zurück gewesen zu sein; im alten Haus in neuer Besetzung. Die alten Zimmer, die umgebaut wurden, durchstreifte ich langsam. Der Karakatschan hielt sich dicht an meiner Seite.

Wie in einem Gedankenspiel von Terezia Mora ist es gewesen: den Tag erleben, als sei man noch mal zurück gekommen.

Ich sah, dass das Haus mehr Licht bekam und im Zusammenleben erschien es, als würde jeder sich auf seinem neuen Platz, in der neuen Konstellation einfinden. Die wunderbaren Drei, X und Partnerin, die Hunde, die Katzen.

In der Realität: bekam ich um 7.39 einen Aufkleber auf meinen Ausweis.

„So wieder schick“, sagte die junge Beamtin.

Die neue Adresse. Nie mehr würde mich jemand fragen ob die Straße im Vorort noch stimmen würde

Später mahle ich Espressobohnen, während ich einen Film über Joyce sehe. Danke Ralph Butler fürs Teilen. In Moment schwanke ich zwischen dem letzten Band der Recherche und dem Beginn des Ulysses hin und her.

3 Gedanken zu “Freitag mit: ich träumte zurück gewesen zu sein

    • Ja Malina habe ich schon vor einigen Wochen beendet. Das war Mal ein Buch. Die anderen Bücher von Bachmann gingen nicht, jedenfalks nicht jetzt. Zu schwer, zu intensiv.
      Ich hab mich für Ulysses entschieden. Auch die ganz liebe Grüße ins Wochenende nach Berlin

    • Ich bin ja nicht so gut im Eindrücke wieder geben. Das Ich gespalten und hin und her gerissen zwischen tödlichen Rationalismus und leidenschaftlichen aber unberechenbaren Ivan.
      Ich lebe in Ivan und Sterne in Malina ….solche Sätze. Der Roman hatte es dermaßen in sich.
      Sie hat am Ende ihren eigenen Tod bis zur Todesart vorausgenomnen. Wie geht das?
      Ich kann nicht sagen, dass ich Malina verstanden habe. Ich bin damit noch nicht fertig.
      Adorno lese ich jeden Morgen zwanzig Minuten. Ich lese die Studien sehr gern