Gedankensplitter

Du bist doch nicht schlank, hatte er gesagt. Das war 1988, wir besuchten eine Feiningerausstellung. Ich wog 60 kg.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich wohl in meinem Körper gefühlt. Nie nachgedacht über Kalorien und Nahrung. In meiner Kindheit wurde ich stets als zu mager empfunden. Das Kind ist zu leicht.

Heute wiege ich 10 kg mehr. Ich will nicht erzählen was diese Bemerkung damals in Gang setzte. Warum unterwirft Frau sich diesem Körperjudging.

Anderes: beim Lesen eines Buches auf den Satz gestossen: einschreiben des eigenen Verlustes. Einem anderem das Feld überlassen.

B