Montag mit Whiplash, Fightclub und Kankye Tannier

Zum ersten Mal in meinem Leben besitze ich einen Fernseher. Ich bekam ihn geliehen, um die neue Stille, wenn sie zu unerträglich würde, dämpfen zu können.

Früher, und das ist noch nicht lange her, bellten die Hunde-immer, tönte das Klavier, klapperte das Geschirr, dröhnte Rammstein durchs Haus, stampften Füße über Treppen, Computerspielgeräusche vermischten sich mit Jazzmusik.

Die Einrichtung des TV stellte sich als Herausforderung dar. Erleichtertes Aufatmen, als der Sohn gegen Mittag hereinschneite. To good to go Brunch.

Mein Gott sie sind erwachsen, denke ich oft. Wo ist die Zeit nur hin? Wunderbare junge Menschen, die vom Nestrand abspringen.

Der Sohn empfahl mir den Film Whiplash, den ich am Abend sah. Ein Film über Hingabe zur Musik, unbeugsamen Willen, narzisstischen Lehrer, Demütigung, Herausforderung, Resilienz und Erfolg.

Und sonst?:

Ich lese begeistert Kankye Tannier, auch den Blog mag ich sehr, die Live Zuschaltung zu den Meditaionen des Klosters auch.

Zu müde bin ich für Peter Weiss, James Joyce und Kafka-heute. In diesem Zustand ist Konzentration auf diese Art Literatur kaum möglich. Ich weiche auf das Medium Film aus: heute abend-Fightclub-den empfahl mir Julius auch.

Was noch gut war: Freier Tag. An der Förde entlang. Sonne schien verdeckt und ein eiskalter Wind trieb mich vor sich her.

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