Samstag mit Sehnsucht nach Plattenbau

Spandau. Es war in Spandau. Hoch über den Dächern der Stadt, als mich diese irre Sehnsucht überfiel. Noch einmal zurück zu den Wurzeln. Bevor es zu spät ist. Ich sass beim Frühstück im zehnten Stock-mit Ausblick. Erinnerungen.

Seit November wohnt der Geist meines Vaters hier mit mir in der Wohnung. Ich erinnere ich mich an den Ausgangspunkt.

Alexander, der diesen ungewöhnlichen Literatur Blog- „Kommunikatives Lesen“, betreibt, schickte mir „Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss, die unzensierte Ausgabe. Dieses Buch schickte mich auf die Suren meines Vaters und vielleicht zum ersten Mal -begann ich zu verstehen.

Der Geist meines Vaters sitzt neben mir wenn ich lese und während ich blogge. „Du musst den Bräunig noch lesen sagt er, oder „Warum gehst du eigentlich nicht zurück?“ Ich sehe ihn bedächtig nicken,

Ich habe eine Sehnsucht nach Halle-Neustadt. Hätte ich dort ein Zimmer, so würde ich die freien Tage auch dort verbringen.

Eine merkwürdige Schönheit geht von dieser sterbenden Stadt aus. „Geh dahin bevor alle Spuren verwischt sind“, sagt mein Vater.

https://kommunikativeslesen.com/author/alexandercarmele/ Anmerkung: Ich lese anders, seit ich diese Rezensionen lese.

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