Freitag mit dem Geist des Vaters

Die Katze klagt, wie jeden Tag.

Karla kannst du bitte nach oben zum Bücherregal gehen?

Ich habe es aphabetisch geordnet. Pron, irgendwo neben Proust und …

Hab es!

Wenn ich beginnen würde, dann vielleicht an diesen Tag im Mai. Kalter Dauerregen an dem ich anderthalb Stunden im Regen stand, weil es mein Arbeitsplan so vorsah.

Es war der Tag an dem sich mein Vater der vor zwei Jahren verstorben war, wieder ins Gedächtnis brachte. Von daher: Pron passt.

Donnerstag mit Zimmer

Es zwingt zu bleiben.

Isolation.

Auf Zuruf wird Cappucino gestellt oder Colorado Haribo vor die Tür gelegt.

Paradisisch. Vollkommener Service.

Klavierspiel, Küchengeklapper.Nichts geht mich etwas an. Es erfordert kein Tun.

Winziges Zimmer. Gehen unmöglich.

Geht es dir gut?

Alles gut!

Soeben Ayn Rand’s Atlas shrugged beendet. Merkwürdig wie ein Buch so abfallen kann.

Mit „Der falsche Deutsche“ von Podhostnik begonnen. Mag es .

Vertraute Materie: sozialistische Fastfood Ketten, Adorno, ( zumindest die Minima moralia hab ich gelesen)

Kenne Adorno ebenso gut wie Schubert- -kaum.

Cuba – Erzählungen. C. 70 mit ihrer Cubssehnsucht, Che Guevara an der Wand, Sehnsuchtserzählungen, Philosophie studiert, dann das ganze Leben(ausser in Cuba) in den Bunawerken gearbeitet.

Asoziatives Denken. Analyse liegt mir nicht.

Kannst dich frei testen ruft Anna durch die Tür . Montag!

Karla spielt Chopin

Mittwoch mit Orkan

Als hätte ich es vorausgesehen. Zugegeben; schwer war es nicht, der Wind stand günstig, die Wolken auch, egal welche Faktoren sich Zusammenflechten.

Das Unwetter ist da

Der Onlinekurs ein Glücksgriff. So was von gut. Breaking news platzieren sich in den Messengern. Dienstschluss im Orkan funktioniert nicht. Zurecht.

Der Kurs aber verlangt Konzentration. Fokussieren.

Und sonst?: Was löst die Erinnerungen an meinen Vater aus?

Die Gedenkstätte in Dresden? Nein.

Es ist naheliegender und da könnte es beginnen. Mit dem Satz: ich weiß.

Dienstag mit Moralkodex

“ Dieser Moralkodex erklärt, dass der rationale Mensch sich dem Irrationalen opfern muss, der unabhängige Mensch den Schmarotzern, der ehrliche Mensch den Unerhrlichen, der Mann der Gerechtigkeit den Ungerechten, der produktive Mensch den diebischen Faulenzern, der Mann der Integrität den kompromittieren Heuchlerm, der Mann des Selbstwertgefühls den wehleidigem Neurotikern….

Unterwirfst du dich der Moral des Opfers, ist der erste Wert den du opferst; die Moral; der nächste ist das Selbstwertgefühl.“

Atlas shrugged Ayn Rand

Ich stelle dieses Zitat Mal zur Diskussion

Immer noch Montag mit Verstand oder „

“ Nein“, sagt Karla ich stimme nicht zu.

Die die zuviel gedacht haben sind aus dem Genpool rausgeflogen. Und weisst du warum? Weil sie darüber nachgedacht haben ob sie fliehen sollen oder nicht.“

Naja, aber um herauszufinden welche Pflanzen essbar sind, wie man Feuer macht oder sich einen Unterschlupf baut, dafür braucht man Verstand. ( Ich bin noch immer bei Atlas shrugged und folge der Rede John Galt’s.

“ Ja sagt sie , es gab durchaus immer welche die gedacht haben und trotzdem überlebten. Ausnahmeerscheinungen die dann ihr Wissen weiter gegeben haben.“

Imre Kertesz kam mit der Post. Letzte Einkehr

Montag mit Replacement

Ich hätte dich für stärker gehalten, hatte zu m einem der Kinder gesagt. Wohlwissend was ich abverlangte.

Allein ist das Haus nicht zu halten. Ich bin allein.

Es gibt keine Lösung die für alle passt. Ihr wollt das Haus behalten, dann greift die Replacementlösung.

Ich ziehe aus. Ihr könnt mitkommen oder euch mit den neuen Verhältnissen arrangieren. Das Leben bleibt so. Der Versuch Gefühle auf später zu vertagen.

Stehen bleiben. Handeln.

Sonntag mit Entscheidungen

Die Art Entscheidungen aus einer anderen Perspektive zu fällen. Fokussierter, klarer.

Wir haben einen Beschluss gefasst um den wir lange gerungen haben. Der Boden schwankt, aber das Ziel ist am Horizont aufgetaucht.

Ein grauer nasskalter Tag. Wir richten unsere Kompassnadeln neu aus. Nicht immer emotionsfrei, aber doch klar genug um den den nächsten Schritt gehen zu können. Es gibt Ängste, es gibt Trauer, es gibt Hoffnung, es gibt Mut. Mit dem umgehen was einem das Leben vor die Füße wirft.

Noch immer lese ich Atlas shrugged von Ayn Rand und bin derzeit aus Seite 1520. Eine Lektüre die mich mehr beeinflusst, als ich es für möglich gehalten habe. Sie krempelt alle Einstellungen inside out.

Ich mische Bitter Lemon mit Himbeersirup und Wasser. Der Sonntag neigt sich schon wieder dem Dunkel entgegen.

Übung 3-der Vater

Tschekist nicht Tschetnik. „Ich habe mich als Tschekist verstanden.“

Ich klaube die Bits und pieces zusammen. Der Winter Mitte 70 . Du standest in der langen Reihe vor der Kaufhalle. Es gab Lakritzstangen. Lakritzstangen das war Mandelblüte und Pfälzer Wald in einem. Es würde saure Kartoffeln zum Mittagessen geben.

Und Sehnsucht im Essen. In der Plattenbauwohnung. Im Blick.

Bits und pieces: Er sieht aus wie dein Vater, sagt meine Mutter. Und ich sage: Ich weiß.

Übung2

Übung 1