Samstag: unterwegs in Leipzig – Schritte zu gehen- Proust lesen- Auf der Suche nach der verlorenen Zeit- Die Gefangene-

Morgens durch das noch ruhige Leipzig zu Saskia spaziert.

Ich bin selten neidisch. Jetzt war ich es. Wir standen in Saskias Dachgeschosswohnung und ich erblasste vor Neid.

Ein sehr gutes Frühstück im Cafe. Wir bewegten Themen wie Studiumswünsche von Karla, Hobbys, Musik und Südamerika. Saskia hatte eine Zeit dort gelebt und Karla erfuhr zum ersten Mal von der Zeit der Militärdiktatur. Und von H.I.J.O.S.

Wir kauften das Buch: Drei Minuten Wirklichkeit von Wolfram Fleischhauer.

Später: Noch einmal haben Karla und ich Leipzig durchstreift.

Diese kreative, vor Energie sprühende Stadt. Es fällt wirklich nicht leicht nach Hause in den Wohnwagen zurückzukehren. Was deutlich geworden ist, ist dass sich an dieser Stelle etwas ändern muss.

Grundlegend.

Ich bin mir nicht sicher, wo mich diese Veränderung hinführen wird und wie gross der Schritt ist der zu gehen ist. Nur gemacht werden muss er.

Proust: Marcel verliert sich in Eifersuchtsphantasien, weil Albertine zu den Verdurins möchte.

Man möchte Marcel zurufen: „Verdammt lebe endlich!“