Lernen und Kultur in Zeiten von Corona

Lernen in Zeiten von Corona

In Schleswig-Holstein sind Ferien. Ich ersetze das Schulprogramm durch morgendliche Impulse auf Whats app . Nach dem aufwachen sind das die ersten Nachrichten die im Familienchat auftauchen. „Was ist gerade in Ungarn los? Welche virusbedingte Infektionskrankheit ist als einzige vom Erdboden verschwunden. Die Teenies zeigen eine beeindruckende Rundumsicht.

Alltagssequenz:

Eine Amsel baut mit Lametta ihr Nest.

Ein Gimpel beobachtet sie. Der Gatte erklärt mir beim Kaffee die deutsche Geschichte von 1871. Ich hatte gefragt. Dafür durfte ich ausführen, ob die Singvogelvielfalt in unserem Garten mit der Vogelfütterung oder mit dem Nachbarbrachland zusammenhängt, dieses ist nun im zweiten Jahr unbewohnt.

Der Sohn baute mir einen Aufsatz für mein Buchregal.

#Bücherhamstern, kann losgehen.

Ich freue mich sehr darüber, dass der Kieler Oper und Theaterbetrieb ein Streamingangebot hat. Auch die Akademien sind mit dabei.

Zum Bloggen:

Ich lese im Moment sehr gern bei Vorspeisenplatte.

Erster Mittwoch im April mit „Oggio Oggio“ und dem Gehalt der Kassierer*innen

„Oggio, Oggio“, antworte ich dem Gatten. Ich hatte ihn gefragt was er von meiner Verschwörungstheorie zum Mundschutz halten würde. Ich war stolz eine eigene Verschwörungstheorie entwickelt zu haben. Wissen sie, der Gatte mag es nicht besonders, wenn ich aus meinem Zimmer heraus zu ihm in die Küche hinüber brülle. Er gibt dann immer vor nicht zu verstehen, die Kaffeemaschine sei zu laut, die „Kieler Nachrichten“ zu spannend. Also ruft er genervt: „Ich kaaaann dich nicht veeerstehen!“

„Oggio, oggio“, murmele ich. Seltsamerweise will er nun wissen was das bedeuten solle. Sie sehen schon, das mit dem social distancing nehmen wir hier sehr genau. Der Gatte sagt, ich solle lieber nicht über ihn schreiben und die Verschwörungstheorie sei so gut , die solle ich lieber nicht ins Netz stellen. „Das nimmt sonst noch jemand ernst“, sagt er.

Seit heute morgen 8. 00 Uhr sind wir wieder Besitzer von einer Packung Klopapier. Man durfte nur mit Einkaufswagen in den Markt, aber das kennen sie ja wahrscheinlich alles.

Das mit dem Mundschutz finde ich okay, man muss die Kassierer*innen schützen, die für einen jämmerlichen Monatslohn von 1900 Euro Vollzeit an der Kasse sitzen. Sie sind Heldinnen des Alltags, was ihnen trotzdem nichts nützt, weil die anstehende Lohnerhöhung von dreißig Euro monatlich aufgeschoben werden soll. Man will den Einzelhandel später mit dem Angesparten helfen. Löblich. Jede*r müsse dafür ihre Frau stehen oder seinen Mann. Ich finde, der Wirtschaftsweise, der sich einen Spaß daraus machte über den Lohn der der Kassierin zu frotzeln: „Zum Sterben zu wenig , zum Leben zuviel“, der könnte doch jetzt ein bisschen abspecken. Ich hab das alles in der Süddeutschen gelesen, heute morgen.

Ich schreibe mit Blick auf Garten und Vogelhaus. Die Kohlmeisen sind die

aggressiv progressivsten im Kampf um die Ressourcen. Es klingelt. Der Postbote bringt ein Paket von Adi…. „Spinnt ihr?“ rufe ich die Treppe hoch. „Ihr lasst für Einen der seine Miete nicht zahlt, und damit meine ich Adi…und nicht den Postboten, den Paketboten kommen. (Update: In der Zeit lese ich gerade, dass Adidas Ende 2019 zwei Milliarden flüssige Mittel in der Bilanz hatte , aber auch Kosten von 22 Millionen Kosten im Jahr. Das reicht ohne Umsatz nicht lange aus, um die Kosten zu decken. Adidas kann nur noch in drei Ländern seine Waren verkaufen.“ Zeit vom 2.4.2020)

Zurück zum Postboten

Man hörte, dass in der letzten Woche in einem der gediegenen Vororte drei Postboten gebissen wurden. Meiner tut nichts“, sage ich „der will nur fressen.“ Der Postbote lächelt. Ich frag ihn lieber nicht was er verdient.

Was ich noch erzählen wollte: Gestern bin ich durch Zufall in eine Wohnzimmerlesung auf Instagram geplatzt. Stanišić las „Oggio, Oggio“, eine Geschichte aus einem Kinderbuch, welches er mit seinem Sohn zusammen schreibt. ich bin bekennender Saša Stanišić Fan, So verbrachte ich den gestrigen Abend an der Elbe mit einem verrückten Taxifahrer, der nur der Worte Oggio, Oggio fähig war, einem Piratenschiff und vielen anderen Wunderlichkeiten. Made my day.

Haben sie einen schönen Tag, achten sie auf ihre Hunde, auf ihren Postboten und auf die Kassiererinnen und Kassierer.

https://instagram.com/howtowaitforalongtime?igshid=j1eue6xesur5

Falls der Link oben nicht funktioniert.

Erster Donnerstag im April mit Pfadfinderlager und anderen digitalen Freizeitbeschäftigungen

Der Morgen beginnt mit einem Artikel aus „Der Zeit“ zur Thematik der jetzt unsichtbar gewordenen Kinder und der Sorge darum

Zum gestrigen Tag: Anna ist digital auf Pfadilager und baute eine Jurte aus schönen Seiten.

Karla ging erst zum Gesangsunterricht(digital) und hatte anschließend Chorprobe über Zoom. Funktionierte dieses Mal.

Ich war über Stunden am PC, las ein wenig in Maja Lunde und beobachtete die Vögel. Ein braunes kleines Finkenvögelchen ist seit gestern zur Vogelhausclique dazu gestoßen.

Wildgans benannte gestern in ihrem Blogbeitrag den Blog von Ortheil.

Danke Wildgans für diesen Tipp!

Fünfter Dienstag im März mit Isolationsspeck

Morgens quäle ich mich aus dem Bett. Ich fühle mich ungesund, fett, schwer. Leider täuscht der Eindruck nicht. Die Waage sagt: „Zwei Kilo mehr meine Liebe und das bei 85kg. Disziplin ist offenbar nicht deine Stärke.“ Glauben sie mir, dieses Mistvieh von einer Waage kann sprechen. Ich bin genervt, koch mir Cappucino und füge pflanzlichen Süßtoff (Werbung) hinzu. Stevia in Cappucino ist Folter und eklig. Nützt nichts, ich kann das nicht so lassen mit dem Gewicht, nicht nur weil es optisch stört, sondern weil meine Leber das nicht verträgt. Der letzte Check ergab eine nichtalkoholische Fettleber, ehrlich die braucht kein Mensch. So jetzt wissen sie´s. Ich trinke seit Monaten keinen Tropfen Alkohol, nicht einmal das kleinste Glas Rotwein, fragen sie mich nicht, welche Kasteiung das bedeutet, ich liebe Rotwein. Es gibt immer eine Lösung, ich bin auf Zucker umgestiegen. Nun kaue ich genüsslich vegane Gummibärchen (eigentlich sind die für Karla weil Vegetatierin), Bonbons, Kokosschokolade und Eis. Natürlich nur als Zugabe, also neben Frühstück, Mittag und Abendbrot. Ich esse dauerhaft, also nie viel , eher wie so eine Kuh auf der Weide. Die Struktur ist weg und ein ungeschriebenes Gesetz lautet: Am Schreibtisch wird gearbeitet und gegessen. Essen kommt zuerst.

Warum ich diese Fettleber erwähnt habe, angeblich hat die ja jeder Dritte in Deutschland, ist das Buch welches ich in zwei Wochen besprechen werde. „So kriegt die Leber ihr Fett weg“. Da gibt es einen 14 Tage Plan, intuitiv essen kann ich anschließend immer noch.

Gestern haben die Teenies mit ihren Vater Siedler gespielt, zwei Freunde waren per Skype zugeschaltet. Beeindruckend fand ich mit welcher Normalität das einherging.

Ich bin nun doch weiter im Homeoffice, der Kühlschrank ist voll.

Es gäbe andere Dinge über die zu schreiben wichtiger wäre, Orban und Ungarn zum Beispiel, was ist nur aus meinem Ungarn geworden? Aber über Ungarn schreibe ich vielleicht ein anders Mal.

Fünfter Montag im März mit „Faust“

Gestern statteten wir auf Grund von Annas Bitte, dem Thalia Theater einen digitalen Besuch ab. Früher in der Hamburger Zeit, strich ich manchmal sehnsüchtig um das Theater herum. Es passte nie in den Zeitplan, „Vor dem Fest“ hin oder her.

Heute wird Faust 1 gestreamt. Anna meint man könne die Zeit nutzen, in der Oberstufe käme es so sicher dran wie das Amen in der Kirche.

Wir erläutern kurz worum es geht, der Vorhang öffnet sich. Julius hat Burger für die ganze Familie gemacht.

Es geht los: Schnell gesprochen, man kommt nur schlecht hinterher, Die Inszenierung ist zu weit vom Original entfernt. Sie eignet sich nicht zur Einführung. Was wir brauchen ist Faust for Beginners. Das Theaterstück wird 24 Stunden online sein, das reicht um Gründgens vorzuziehen und anschließend Teile dieser Thalia Aufführung zu sehen (Faust als ausgebrannter Lehrer ist schon eine witzige Idee).

Wir wechseln zu Gründgens.

Sehen sie einmal eine grandiose Aufführung aus den sechzigern, unterbrochen mit Werbung aus den 2020zigern in Zeiten von Corona. Ein surrealer Mix. Später als die Teenies schon im Bett sind suche ich im Netz nach „Faust für die Jugend“ und finde diese virtuelle Ausstellung. Ich war noch lange unterwegs..

Angela Merkel bittet um Geduld, ich finde das logisch, stecke aber nur zu einem Teil in der Haut derer die ihr Leben als Selbstständige bestreiten. P. aus Bayern sagt, bei ihr ginge es ganz klar um die Existenz. Sie hat eine kleine Werkstatt für Glas und Keramik.

Ich werde jetzt zur Arbeit fahren. Hinaus in das nordische Mistwetter. Und wenn ich nach Hause komme, werde ich mit Ubu und Keks durch das nordische Wetter laufen und genießen, dass die Flaniermeile wieder begehbar ist. Ich werde die aufnahmen aus dem Vogelhäuschen auswerten. Gestern waren neben Kohl und Blaumeisen, Sperlingen und Rotkehlchen auch Amsel und Drossel zu Gast.

Noch später werde ich Maja Lunde lesen, ein wenig, dann modern family schauen, Faust und den Teenies die Ausstellung zu zeigen. So wird der Tag oder vielleicht wird er auch ganz anders. Wer weiß das schon?

Fünfter Sonntag im März mit gemeinsamer Therapie/spiel

Was sich bei uns verändert hat ist, dass wir uns allabendlich zusammenfinden. Der Gatte, die drei Teenies, die zwei Hunde, ich. Die Kinder haben dieses neue Ritual installiert. Anna bestand darauf, dass wir uns ein Folge GNTM ( ja wirklich furchtbar dumm aber tatsächlich ganz lustig),

„Shopping Queen“

und „modern family“ anschauen. “ Ich leg mein Veto ein“, hatte ich gesagt. „GNTM“ war für einmal okay, „Shopping Queen“ finde ich einfach zu lang und sinnlos, „Modern family“ ist super.“

„Gut“, sagte Julius, „dann lass uns zwei Folgen „Modern Family“ schauen und anschließend etwas spielen.“ Wir spielten „Codenames“.

An einem anderen Abend schlug ich „Stadt, Land Fluß“ vor. Es fiel auf wenig Gegenliebe.

Ich hatte „Therapie“ als Idee.

„Kann mir jemand das „Therapiespiel leihen“, fragte ich im Vorortchat. Jemand konnte und so fand die Übergabe, Therapiespiel gegen in Geschenkpapier verpacktes Toilettenpapier, statt. Mit auf der Treppe ablegen und so.

Das Spiel ist von 1990, demzufolge mussten wir den Kindern immer wieder mal erklären wie das damals war: mit der Einstellung zur Berufstätigkeit u.s.w.

Wir saßen bis in die Nacht. Wenn man mich also fragen würde, was sich im Moment verändert hat, dann würde ich sagen, es sind die Abende an denen sich die ganze Familie zusammen findet für 2-4 Stunden. Auf diese Zeit kamen wir sonst noch nicht mal einmal im Monat. Ich lese dadurch weniger, aber die Abende die werden wir vermissen, wenn der Alltag wieder eingekehrt ist.

Die digitale Chorprobe des Gatten war leider nicht von Erfolg gekrönt. Die Zeitverzögerung war wohl ein Problem. Klavierunterricht und Gospelkirche funktionieren.

Karla ist nun auch in all fast allen ihren Hobbys digital ausgelastet . Sie singt und tanzt, nur das Pferd ist ein Problem.

Der Frühling lässt sich nicht aufhalten, trotz vereinzelter Schneeflocken im Wind heute morgen. Ich habe mein Asthmaspray verlegt und das bereitet mir wirklich Sorgen. Die gestrenge Sprechstundenhilfe wollte es mir partout nicht auf Vorrat mitgeben. Verständlich. Ich hoffe auf Gnade- morgen. Es ist allergisches Asthma und es ist Frühling, zusammen mit Corona ergibt das keine gute Mischung.Habt trotz aller Unsicherheiten einen guten Sonntag.

„Die Notaufnahmeschwester“ von Ingeborg Wollschläger

Ab und zu hatte ich auf ihren Blog „notaufnahmeschwester“ hineingeschaut. Die skurrilen Geschichten waren es, die mich Interesse an dem Buch anmelden ließen.

Eigentlich müsste man mit dem Ende beginnen. Der Moment in dem die Notaufnahmeschwester (Ingeborg Wollschläger) nach dreißig Dienstjahren ihren Koffer packt.

„Ich kündigte. Es fiel mir nicht leicht. „

„Vielleicht muss der Pflegekarren mal so richtig an die Wand gefahren gefahren werden, bevor sich was tut in Sachen Überlastung und Unterbesetzung.“

„Ich wollte nicht mehr in -halten sie sich fest- 34 verschiedenen Schichten arbeiten.“

Ich möchte hier nicht weiter zitieren, all die Gründe benennen, man liest im Moment täglich darüber. Das Buch findet nach einem Feuerwerk urkomischer Geschichten ein müdes und desillusioniertes Ende. Dreißig Jahre voller Großschadensereignisse und Bagatellbeschwerden, vom alkoholisierten Draufgänger mit 400 Euro in der Socke bis zum Schlaganfall. Doch nicht nur die Patientenvielfalt macht es spannend. Spannend sind auch die Kollegen, die Praktikanten, die „Reinigungsperlen“, der Alltag.

Und es gibt einige traurige Geschichten, dort wo man die Grenze zwischen Leben und Tod betritt, wo nicht mehr zu helfen ist.

Ein lockerer Ton zu ernsten Themen mitten im Wahnsinn Klinikalltag bzw.Notaufnahmealltag. Man zieht unwillkürlich seinen Hut. Ein Buch was sich in der momentanen Situation noch einmal anders liest.

Es hat mich zum schmunzeln gebracht, aber vielmehr noch besorgt hinterlassen. Denn man sieht jetzt wie fatal es ist, wenn dort gespart wird wo nicht gespart werden darf, wenn Gesundheitssystem und Wirtschaft eine unheilvolle Allianz eingehen.

In Zeiten wie diesen, bedeutet der Wahnsinn für das Pflegepersonal auch mit Covid 19 Infektion arbeiten zu müssen und Mindeststandards würden aufgehoben, so las ich.

Zurück zum Buch:

Ich spreche eine klare Leseempfehlung aus.

Ich danke dem Randomhouseverlag für das Rezensionsexemplar.

Vierter Samstag im März mit komatöser Müdigkeit und morgendlicher Wanderung

Ob es daran lag, dass ich in der letzten Woche 35 Stunden am Computer saß und mich wenig bewegt habe? Die Büroarbeit prägt gewöhnlich nur zu einem Viertel meinen Berufsalltag. Einmal jährlich allerdings steht ein Marathon und den habe ich jetzt vorgezogen. Am Freitag nachmittag bin ich dermaßen erledigt, dass ich nur noch schlafen könnte. Statt dessen fahren wir ans Meer. Der Strand ist leer , in der Ferne ein Militärschiff. wir orten es mit einer App. Es ist die Schleswig-Holstein-139 m lang.

Heute morgen sprang ich aus dem Bett. Die Vogeluhr zwitschert los sobald sie Licht hat. Ubu und Keks kommen an die Leine. Wir gehen zum Fluss, was man hier so Fluss nennt.Rauhreif. Die Sonne steht noch tief. Ruhig ist es nicht. Ich bin die einzige die flaniert, der Rest joggt.

Der Kleiber ruft laut, das Rotkehlchen jubiliert, ein Eichhörnchen wirft trockene Zweige vom Baum.

Zuhause angekommen. Kaffee. Um genauer zu sein Cappucino. Telefonat mit meiner Mutter, die sagte sie wäre von einem jungen Mann mit Mundschutz rüde angegangen worden, weil sie keinen trug. Das ist eine Form von Sozialkontrolle die mir Angst macht.

Vierter Donnerstag im Monat-die Idylle ist vorbei

Wenn am Morgen schon der Cappucino aufgebracht ist, nachdem ich in der Nacht von fürchterlichen Träumen geplagt wurde. Kann nicht gut werden, so ein Tag. Liegt vielleicht daran, dass ich Daniela Krien vorm einschlafen gelesen habe: Muldental. Gutes Buch, aber so hoffnungslos verloren, lähmend, da kann noch nicht mal Faserland mithalten. Und Faserland war schon so depressiv, dass ich kurz davor war, die Schule zu bitten, dass Buch umständehalber aus dem Programm zu nehmen. Was man in diesen Zeiten braucht ist doch Ermutigungsliteratur! Ermutigungsliteratur, ich hab früher immer so Sachen gelesen, wie „Timur und sein Trupp“, „Wie der Stahl gehärtet wurde“ und „Verflucht und geliebt“. Allesamt Geschichten die sich um Heldenpersönlichkeiten rankten.Da hat man gar keine Wahl mehr, als selbst der Krise oder den widrigen Umständen die Stirn zu bieten.

Sie wollen nicht wissen was ich gelesen habe? Sie wollen wissen warum die Idylle vorbei ist? Ich erzähle es nicht, nur so viel: der Streit war beträchtlich. Das ist so wie mit Weihnachten, man kann sich da immer fragen ob der Ausnahmezustand sowieso schon vorhandene Sollbruchstellen zum Vorschein bringt oder ob er neue schafft. In der nächsten Woche bin ich nicht mehr im Homeoffice und wissen sie was: Ich bin froh drum. Ich hätte gern einen Ermutigungsbeitrag geschrieben, aber man soll ja bei der Wahrheit bleiben. Und an einem Morgen, nach von Alpträumen schwerer Nacht, ohne Cappucino zu starten, zu wissen, dass der Störfall von gestern keinesfalls behoben ist, vergessen sie es. Wird nichts mit Ermutigungsbeitrag.

Aber die gute Nachricht: Die Kirschbäume blühen, die Meisen haben ihre Meisenknödel, die Sonne scheint. Alles wird gut.